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DRUCK LASS NACH

Wie kommt es zu Überstunden? Was sind die Gründe?

In Deutschland müssen die Arbeitnehmer immer mehr Arbeit in kürzerer Zeit schaffen. Das ist nicht nur in der Kreativbranche so. Das liegt zum einen daran, dass der Wettbewerb in dem man steht nicht regional oder national, sondern weltweit ist. Deutschland konkurriert mit Ländern, die ganz andere Arbeitsstrukturen und Entgelte haben. Das versucht man zu kompensieren, indem die Arbeitgeber den Druck auf ihre Mitarbeiter abwälzen. Bei den meisten Agenturen gehört die Überlastung der eigenen Mitarbeiter zum Konzept. Die Gewinne in den vergangenen Jahren wurden durch die Überstunden der Mitarbeiter generiert. Die Ausbeutung gehörte wie selbstverständlich dazu.

Zum einen liegt es aber auch daran, dass die Burnout Rate steigt, weil Technologien sich weiter entwickelt haben und man z.B. durch das Handy 24 Stunden erreichbar ist, durch die Smart- phones ist der E-Mail Verkehr auch immer in Bewegung. Das leider auch am Wochenende.

Arbeitsweisen müssen erneuert werden

Das Problem ist, dass viele Agenturen immer noch alte Strukturen aufweisen. Ganz besonders die klassischen Werbe- und Full-Service-Agenturen. Ohne eine akute wirtschaftliche Not, fällt es Agenturen schwer sich zu verändern. Agenturen haben sich immer an ihren Kunden orientiert, mittlerweile spielen aber andere Faktoren eine Rolle an denen man sich orientieren muss. Teilnehmer des Social Forecastings der ADZ Studie (Agenturen der Zukunft Studie) sagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 29% voraus, dass im Jahre 2020 die Branche von einer Insolvenzwelle erfasst wird und in einem extremen Preiswettbewerb stecken wird, weil Agenturen sich nicht ausreichend erneuert haben. Den ersten Vorgeschmack hier drauf brachte schon Springer&Jacoby, die 2012 Insolvenz anmelden mussten. Das heißt, der interne und externe Druck steigt zunehmend, wenn Agenturen nicht bereit sind, sich zu verändern. Das bekommen vor allem die Mitarbeiter zu spüren. Sie sollen mehr arbeiten für wenig Geld und das am liebsten noch freiwillig mit viel Engagement, aber das widerspricht den Werten der Generation Y, die im Laufe der nächsten Jahre die Belegschaft ersetzen wird.

Agenturen sind immer mehr auf die Mitarbeit von Freien und Spezialisten, anderen Agenturen und Dienstleistern angewiesen, weil sie immer weniger in der Lage sind, Aufträge allein abzuwickeln. Das führt zu Druck und Reibereien und Konflikte entstehen. Agenturen müssen sich immer mehr auf Netzwerke stützen und diese ausbauen. Aber das Selbstbild der Agenturen, ihre Strukturen und ihre Arbeitsweisen und Honorierungen sind nicht darauf ausgelegt. Netzwerke lassen sich nicht über Kontrolle, Egos und Anweisungen führen, sondern über Empathie, Motivation, Austausch und flache Hierarchien.

Andererseits liegt es aber auch an den Persönlichkeitsstrukturen der Mitarbeiter. Viele Menschen wollen gewisse Aufgaben nicht abgeben, weil sie nicht darauf vertrauen, dass sie auch so ordentlich ausgeführt werden, wie man sich es vorstellt. Viele sagen auch nicht "Stop, es reicht!" sondern nehmen noch mehr Aufgaben an, die sie aber zeitlich einfach nicht schaffen ohne, dass die Qualität leidet. Das muss der Arbeitnehmer auch beim Arbeitgeber kommunizieren.

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